Entdecke die schönsten Orte in der Normandie: Wo es am schönsten ist!

Die Normandie besticht durch ihre absolute Vielseitigkeit. Raue Küstenorte, liebliche Streuobstwiesen, mondäne Badeorte und ein ebenso vielseitiges Wetter machen die Region im Nordwesten Frankreichs so besonders.

Die schönsten Regionen und Orte der Normandie

Urlaub machen im Departement Seine-Maritime mit seiner Alabasterküste

Seine-Maritime – der Name lässt bereits vermuten, wie man dieses Departement einordnen kann. Die Seine ist einer der längsten Flüsse Frankreichs und der Begriff „maritim“ bezieht sich eben auf diese vom Meer geprägte Landschaft. Das Departement erstreckt sich von Le Tréport bis Le Havre und umschließt auch das Hinterland bis Rouen. Die sich schlängelnde Seine begrenzt das Departement nach Süden hin. Besonders imposant ist in diesem Departement die Alabasterküste – die Côte d’Albâtre. Über 100 Meter hohe Kreidefelsen werden von sogenannten Valleuses – Tälern unterbrochen. In diesen Tälern liegen ganze Orte, oder kleine Badebuchten.

Zu den schönsten Reisezielen im Departement Seine-Maritime zählen für uns folgende Orte:

  • Le Tréport:
    Das Tor zur Normandie – Standseilbahn auf die Kreidefelsen – Fernwanderweg GR21 – Mers-les-Bains mit seinen Villen

  • Veules-les-Roses
    schönstes Dorf Frankreichs – kleinster Fluss Frankreichs die Veules – Wassermühlen – eigene Austernsorte

  • Ètretat
    außergewöhnlichen Felsformationen – touristisch sehr bekannt – Grotte des Matrosen – Gärten von Étretat

Le Tréport

Le Tréport Bildet das Tor zur Normandie. Bereits in Ault beginnt die imposante Landschaft der Kreidefelsen, die Alabasterküste – namentlich zurückzuführen auf diese einmaligen weißen Felsen. In Le Tréport erreichen die Kreidefelsen bereits eine Höhe von 90 Metern. Eine Besonderheit hat Le Tréport zu bieten: eine Standsteilbahn, die zuletzt aufwändig saniert und 2006 wiedereröffnet wurde, bringt dich hinauf auf die Kreidefelsen und ermöglicht dir einen herrlichen Panoramablick über die ganze Stadt.
In Le Tréport beginnt ein schöner Küstenwanderweg in Richtung Ault. Oberhalb der Kreidefelsen kannst du den Ausblick auf das Meer genießen. GR®21, gekürt zum besten Fernwanderweg Frankreichs 2020, verläuft in Richtung Le Havre. Durch die natürliche Erosion der Felsen kann es vorkommen, dass der Streckenverlauf variiert. Verlasse bitte nicht den ausgezeichneten Wanderweg und betrete bitte niemals den Rand der Klippen. Es ist immer möglich, dass Felsen abrutschen.
Plane bei deinem Besuch in Le Tréport unbedingt einen Ausflug in das benachbarte Mers-les-Bains ein. Die oft fotografierten bunten Villen aus der Belle Epoque sind wirklich einmalig.

Veules-les-Roses

Diese kleine Ortschaft wurde prämiert zu einer der schönsten Dörfer Frankreichs und das zu Recht. Veules-les-Roses liegt direkt am Meer und verfügt bei Ebbe – untypisch für die Region – sogar über einen kleinen Sandstrand. Aber das besondere Flair erhält der Ort durch seine reetgedeckten Fachwerkhäuser, die kleinen Wassermühlen und durch die Veules – den kleinsten Fluss Frankreichs – der sich durch den ganzen Ort schlängelt. Zudem lebt der Ort auch noch von seiner zauberhaften Bepflanzung und ihre eigene Austernart, die Veulaise. Tipps für einen Rundweg durch den wunderschönen Ort findest du hier. Der Weg ist leicht zu begehen. Der gesamte Rundweg ist 3,5 km lang.

Étretat

Die Kreidefelsen erreichen in Fécamp, einer lebhaften Hafenstadt, mit über 100 Metern ihren wortwörtlichen Höhepunkt.
Bekanntester Ort im Süden des Departements ist sicherlich Ètretat mit seinem außergewöhnlichen Felsformationen aus weißer Kreide.
Die berühmten und unzählige Male fotografierten Felsen, haben alle ihre eigene Bezeichnung, wie die Falaises d’Aval et d’Amont oder die Nadel von Belval. Durch seine Bekanntheit ist Ètretat touristisch beinahe immer gut besucht. Für einen Tagesausflug solltest du überlegen, morgens früh oder am Abend anzureisen, oder außerhalb der Saison. Ansonsten bringe etwas Geduld mit und nutze einen der Parkplätze etwas außerhalb.
Über die einmaligen Felsformationen hinaus, erwartet dich in Étretat auch eine Grotte. Die „Trou à l’homme“ übersetzt „Grotte des Matrosen“ soll der Erzählung nach die Matrosen eines gekenterten Schiffes vor dem Ertrinken bewahrt haben. Der Zugang zur Grotte ist mittlerweile allerdings verboten.
Besichtige unbedingt auch die Gärten von Étretat, einen wunderschönen Park der oberhalb des Ortes angelegt wurde.

Das Wetter in der Normandie kann ziemlich wechselhaft sein, oftmals wechseln sich blauer Himmel und Regenwolken binnen Minuten ab. Bei unserem Besuch in Étretat war das Wetter nicht Aufgrund des Golfstroms ist das Klima in der Normandie eher mild und feucht. Es kann durchaus passieren, dass sich kurze Regenschauer mit strahlend blauem Himmel im Minutentakt abwechseln. Die Temperaturen im Sommer lassen ein Bad im Meer durchaus zu. Am Meer weht immer eine erfrischende Brise.

Vom Departement Seine-Maritime ins liebliche Calvados

Die berühmteste Brücke Frankreichs wird wohl die Pont du Normandie sein. Die Brücke der Superlative solltest du unbedingt nutzen, wenn du die Seine überqueren willst, um zwischen Seine-Martine und Calvados zu pendeln. An der Stelle zwischen Le Havre und Honfleur, da wo die Seine in den Ärmelkanal mündet und das Flussbett bei Ebbe mit seinen Verästelungen eine enorme Breite aufweist, wurde im Jahre 1995 die größte Schrägseilbrücke Europas fertig gestellt. Sie hat eine Spannweite von 856 Meter. Die Maut für die Nutzung der Brücke kostet 4 Euro, dafür lohnt sich die beeindruckende Fahrt allemal. Auch aus wirtschaftlichen Gründen macht es Sinn die Brücke zu nutzen. Die im Innenland liegende Pont de Tancarville ist zwar mautfrei, aber mit einem Umweg verbunden, sofern du auch im Calvados wieder die Küstenregion ansteuern willst.

Orte im lieblichen Calvados zwischen Honfleur und Isigny-sur-Mer

Hast du die Seine überquert befindest du dich auch schon im Departement Calvados. Bekannt ist diese Region für ihre berühmten Orte an der Küste – stolze 120 km Küstenlinie zwischen Honfleur und Isigny-sur-Mer – aber auch für ihr idyllisches Hinterland mit Streuobstwiesen und Pferdehöfen. Zu diesem Departement gehören aber auch geschichtsträchtige Orte, wie Arromanche-les-Bains wo im Juni 1944 die Alliierten antrafen.
Die Küste unterteilt sich in grob in zwei Abschnitte, die Blumenküste und die Perlmuttküste. Entlang des Meeres warten zig kleinere und größere Orte darauf entdeckt zu werden. Zu den bekannteren Ortschaften zählen sicherlich Ouistreham, Luc-sur-Mer, Arromanches-les-Bains, Honfleur, Deauville und Cabourg. Aber auch die kleineren unbekannteren Destinationen sind einen Ausflug wert.

Das Hinterland des Calvados – das Pays d’Auge

Während unseres Aufenthalts in der Normandie hat es uns natürlich auch in das Pays d’Auge verschlagen, wenn auch bei regnerischerem Wetter. Und dennoch war die kleine Rundfahrt ein wunderbares Erlebnis. Denn nicht nur die bekannten Orte, die prämierten schönsten Dörfer Frankreichs haben uns fasziniert, sondern auch die kleinen Ansammlungen von normannischen Fachwerkhäusern, die grünen Wiesen voller Apfelbäume und die Pferdekoppeln.

Zu den ausgezeichneten Dörfern zählen in der Normandie gleich sechs Ortschaften. Im Pays d’Auge hat Beuvron-en-Auge diese Auszeichnung erhalten. Der Ortskern aus dem 12. Jahrhundert besteht aus traumhaft schönen Fachwerkhäusern, die um den Marktplatz errichtet wurden. Das Dörfchen war in den 70er Jahren kurz davor auszusterben. Durch aufwändige Sanierungen und Freilegung der Holzbalken der Fachwerkhäuser und durch den Wiederaufbau der Markthalle mit natürlichen Baustoffen aus der Umgebung wurde der Charme des Örtchens wieder erweckt.
Um den Platz herum und in den angrenzenden kleinen Straßen finden sich heute Restaurants und kleine Souvenirgeschäfte, in denen man Apfelmarmelade oder andere normannische Spezialitäten erwerben kann. Völlig durchnässt und wenige Minuten vor Schließung haben wir noch eine leckere Crêpe und einen heißen Kaffee bei La Colomb’auge erhalten.

Folgt ihr mit dem Auto der 40 km langen Cidre-Route durch das Hinterland könnt ihr die schönen Ortschaften, wie Beaufour oder Cambremer, entdecken und noch den einen oder anderen Halt einlegen, um bei einem der 20 Produzenten frischen Cidre oder Calvados zu probieren.
In Cambremer findet jeden Frühling ein Fest statt, bei dem ihr die Produkte der regionalen Produzenten verkosten könnt, neben Cidre und Calvados unter anderem Käsesorten, Gelees, Apfelsaft und den in der Region bekannten Tarte aux Pommes. Dieser Apfelkuchen wird im ursprünglichen Rezept übrigens mit Mürbeteig gebacken und nicht wie in der schnellen Gastronomievariante mit Blätterteig.

Die schönsten Urlaubsziele an der Blumenküste, der Côte Fleurie in der Normandie

Bekannte Orte wie Deauville oder Honfleur sind es die jährlich Millionen Touristen an die Blumenküste in der Normandie ziehen. Die Ortschaften sind tatsächlich auch wunderschön und sollten bei einem Besuch der Normandie auf jeden Fall angesteuert werden. Für uns ist die Region rund um Étretat landschaftlich interessanter, da sie rau und durch die Felsen spektakulär ist. Wer aber einen schöne Zeit an einem Sandstrand genießen möchte, oder gerne durch wunderschöne Ortskerne flaniert und dabei gerne auch das eine oder andere Restaurant ansteuert ist hier an der richtigen Adresse.

Honfleur

Honfleur liegt direkt hinter der Pont du Normandie und damit sozusagen gegenüber der bekannten Hafenstadt Le Havre.
Das kleine Fischerdörfchen stammt wahrscheinlich bereits aus dem 11. Jahrhundert. Spätestens im 19. Jahrhundert wurde es durch den Besuch von Maler wie Boudin, Monet und Renoir zu dem Ort des Impressionismus. Auch heute noch finden sich Maler am Hafenbecken ein und versuchen das Treiben mit Pinselstrichen einzufangen.

Honfleur verfügt über viele gut erhaltende Gebäude aus vergangenen Zeiten, dazu zählen unter anderem das alte Hafenbecken – Vieux Bassin – mit seinen schmalen Fischerhäuschen, eine alte Seemannskirche aus dem 15. Jahrhundert, welche komplett aus Holt gefertigt wurde, oder der alte Salzspeicher aus dem 17. Jahrhundert, in dem heute musikalische Veranstaltungen und Ausstellungen organisiert werden.

Honfleur ist übrigens auch Teil der Route du Cidre die durch das Pays d’Auge führt. Es liegt ebenfalls an der Route des Fromages, der Käse-Route. Ein Ort der demnach Genuss verspricht und auch zahlreiche Restaurants im Ortskern beherbergt. Und trotz der Auswahl an Restaurants solltest du für Abend unbedingt einen Tisch reservieren.

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