aktualisiert am 28. Oktober 2026
Irgendwie musste es immer Urlaub am Meer sein, bisher. Warum eigentlich auch immer. Die Niederlande haben tatsächlich neben ihrer schier unendlichen Küste auch noch zahlreiche „Meere“ im Inland, unter anderem das Isselmeer oder das Markermeer.
Und genau dahin hat es uns dann einfach auch mal verschlagen. Eigentlich aus der Not heraus: denn es sollte endlich mal für ein paar Tage nach Amsterdam gehen. Marie ist ja nun aus dem Kindergarten- und Grundschulalter rausgewachsen und plötzlich stehen auch andere Interessen auf der Agenda: Social Media Museen, Shoppingtouren und tatsächlich auch Kultur.
Gesagt getan. Keine Lust auf stickige Hotelluft in Amsterdam… und Natur und Wasser und Ruhe steht immer noch hoch im Kurs. Und so fand sich ein Traum von Ferienhaus* mit Blick aufs Wasser, mit Steg ins Wasser und einer so unglaublich tollen Aussicht bei Sonnenauf- und untergang. Irgendwie Luxus pur und dennoch bezahlbar.
Volendam – im Ausland bekannter als bei uns
Ich war tatsächlich etwas erstaunt, als wir am ersten Tag in Volendam ankamen und die Promenade entlangspazierten. Ich hörte wirklich viele verschiedene Sprachen (britisch, italienisch) und auch Asiaten waren in diesem kleinen Örtchen unterwegs. Ist mir tatsächlich immer noch ein Rätsel, aber anscheinend stehen Orte dieser Art, sowie auch das benachbarte Edam hoch im Kurs. Überall gabs die klassischen Holzpantoffeln zu kaufen, Köse zu probieren und die Möglichkeit in ein altes traditionelles Kostüm zu schlüpfen und sich fotografieren zu lassen. Etwas irre, aber bitte – es kommt bei ausländischen Gästen anscheinend an. Jeder wie er mag.
Nichts desto trotz ist der kleine Ort, bis auf die „Touristenbuden“ ganz süß. Es gibt viele Restaurants, leckeren Kibbeling, süße kleine Bötchen und Ausflugsschiffe und dann eben der Traum von Ferienunterkunft.
Das soll hier tatsächlich keine Werbung für Landal* werden und der benachbarte Marinapark hatte uns jetzt nicht so umgehauen. Aber diese kleine Park mit den Höusern im Baustil der volendamschen Häuser ist wirklich süß. Falls es in ein dein Budget passt, dass buche eines der Häuser direkt am Wasser. Du kannst von deinem Frühstückstisch aufs Wasser schauen oder dich an den Steg setzen und die Füße im Wasser baumeln lassen.
TOP 5 Aktivitäten in Volendam
Aber was genau macht man denn jetzt eigentlich in Volendam? Eigentlich gar nicht sooo viel. Aber vor allen Dingen eins, man entspannt und das wirklich sehr gut. Und wenn es einem nun doch in den Beinen juckt, kann man auch in Volendam und Umgebung etwas unternehmen. Hier also meine persönlichen TOP 5:
- Wie soll es anders sein. Aber wenn man schon so nah dran an Amsterdam wohnt und dann noch der Bus direkt vor der Tür hält. Dann macht man eben auch einen, oder auch mehrere Tagesausflüge nach Amsterdam. Busfahren ist in den Niederlanden praktisch und einfach. Du steigst in den Bus ein, hältst deine EC-Karte oder Kreditkarte vor und stempelst sozusagen ein. Beim Aussteigen nicht das „Ausstempeln“ vergessen. Einfacher geht es nicht. Du brauchst kein kompliziertes Ticket vorab buchen oder vorne beim Fahrer warten. Die Linie 316 fährt direkt von Volendam nach Amsterdam und das in etwa 30 Minuten. Du hältst direkt am Amsterdam Centraal und kannst von dort in jede Richtung weiterpendeln. Ideal. Besonders wenn man die Preise für die Parkhäuser in Amsterdam vergleicht.
- Natürlich kannst du auch einfach mal einen Tag am Strand verbringen. Auch das ist von Volendam aus möglich, Bis Egmond aan Zee sind es mit dem Auto 45 Minuten Fahrt. Wir waren einen Tag in Egmond und einen Tag in Wijk aan Zee. Egmond hat uns im Vergleich besser gefallen, aber beide Orte – ebenso wie auch Bergen aan Zee sind gut erreichbar und lohnen sich auf jeden Fall für einen schönen Strandtag.
Wir haben in Eg,ond übrigend direkt am Meer gegessen. Typisch niederländisch: Burger. Aber bei Nautilus gibt es im Sommer eben auch direkte Sitzmöglichkeiten im Sand. Also genieße einen Aperol-Spritz, genieße den Sand zwischen deinen Zehen und lass die Kids, sofern welche im Gepäck sind, einfach im Sand toben. - Einen halben Tag kannst du ganz entspannt durch Volendam spazieren. Gehe entlang des Deichs, probiere frischen Fisch bei de Haven – wir hatten wirklich guten Kibbeling, besuche die Cheses Factory und sehe, wie Käse hergestellt wird. Retour kannst du auf der Rückseite des Deichs entlang spazieren und die kleinen Straßenzüge – wie den Edammerweg genießen, sowie die kleinen Brücken fotografieren, die über die Ije führen. Wirklich süß. Verpasse bei deiner Erkundungstour nicht den kleinen Hafen. Der Jachthafen ist nicht zugänglich, hier kannst du von der Ferne einen Blick auf die mehr oder weniger großen Jachten werfen. Und ja, wir haben den Blick auf ein etwas größeres Kaliber erhascht. Spannend.
- Na was muss unbedingt auf der Liste stehen? Na klar, Wasser gehört bei uns immer dazu – liebt Marie doch jede Form von Nass. Und ja, man kann auch im Markermeer schwimmen. Und wie. Die kleinen Ferienunterkünfte des Landalparks liegen direkt am Markermeer und über Stege, kannst du ins kühle Nass abtauchen. Herrlich. Unsere Nachbarn hatten auch einfach ein kleines Boot auf ihren Anhänger geladen und machten direkt eine Erkundungsfahrt über das Markermeer. Im benachbarten Monnickendam kannst du übrigens auch SUPs ausleihen und eine schöne Runde übers Meer paddeln.
- Soll es doch ein richtiges Boot sein? Dann mache eine Rundfahrt mit dem Volendam Marken Express*. Die Fahrt dauert etwa 30 Minuten über das Isselmeer und verbindet damit Volendam mit dem Ort Marken. Buchbar sind Tickets für eine einfache Fahrt oder eine Hin- und Rückfahrt. Das Hin- und Rücfahrticket kostet 16,50 Euro für einen Erwachsenen. Es gibt Plätze im Innenraum und auf dem Deck.
Adresse: Rederij Volendam Marken Express, Haven 39, 1131 EP Volendam
Fazit zum Kurztrip nach Volendam
Volendam ist an sich nicht riesengroß und letztlich reicht auch ein halber Tag, um den Ort zu erkunden – mit der Kombination aus Ausflügen nach Amsterdam oder ans Meer, ist er aber genau der richtige Ort für ein verlängertes Wochenende. Das was die Niederländer selbst so gerne praktizieren. Einfach mal raus und die Seele baumeln lassen. Das kann man in den kleinen Ferienhäusern am Meer wirklich gut. Wir hatten damals übrigens richtig Glück und haben ein Gratis-Upgrade erhalten und übernachteten in einem der Ferienhäuser* direkt mit Blick aufs Meer. Ansonsten kosten diese Häuser durchaus etwas mehr als die in der zweiten Reihe. Eine wichtige Sache solltest du wissen. Sofern du sehr viel Privatsphäre benötigst: Die Häuser sind aneinandergebaut, so sind auch die Terrassen direkt angrenzend gelegen. Uns hatte es nicht gestört, wir hatten aber auch ruhige Nachbarn. Gesagt werden sollte es aber, besonders wenn du deinen nächsten Urlaub als absolute Ruhequelle nutzen willst. Dann bietet sich vielleicht ein anderer Park, wie der in Oisterwijk mehr an.
