Entspannt mit Kindern reisen

Wir lieben das individuelle Reisen: keine Flüge – keine Pauschalreisen – keine Hotels.
Auch wenn wir fliegen wollen würden, die meisten unserer Traumreiseziele in Frankreich eignen sich nicht unbedingt für die Anreise mit dem Flieger. Um zum Beispiel in die Bretagne zu gelangen, könntest du mit dem Flugzeug bis Brest fliegen. Spätestens ab dort bist du aber auf einen Mietwagen angewiesen und dann potenzieren sich die Kosten bereits ungemein: für Flug und für den Mietwagen.
Also packen wir unsere zig Reisetaschen (Selbstversorgung bedeutet immer mindestens eine Tasche Reisegepäck mehr) und füllen unseren Kombi bis zum Rand.
Um manche schöne Orte in Frankreich zu erreichen, müssen wir allerdings eine längere Zeit im Auto verbringen, bis wir dann endlich unser Wunschreiseziel erreichen. Und das kann, gerade wenn man mit Kids in den Urlaub fährt, schon zu einer Zerreisprobe werden.
Wie man auch längere Fahrten mit Kindern entspannt meistert, erfährst du daher in meinem Ratgeber.

Unsere 5 Tipps für eine entspannte Urlaubsanreise

Klar, am liebsten würden wir die Fahrten schnell hinter uns bringen und einfach die gesamte Strecke durchfahren. Wenn jedoch Kinder mit von der Partie sind, ist das kaum möglich. Beherzige also unsere 5 Tipps, damit du ohne Stress und Nörgelei dein Reiseziel erreichst.

  1. Plane ausreichend Zeit ein
    Seit wir mit unserer Tochter in den Urlaub fahren, benötigen wir für alle Strecken bedeutend länger. Wir legen einfach gerne die eine oder andere größere Pause ein: um eine Kleinigkeit zu essen, um sich die Beine zu vertreten oder auch etwas Zeit auf einem Spielplatz zu verbringen. Bei kleineren Kindern muss man auch das Wechseln der Windeln einplanen. Für Babys , die noch im Maxi-Cosi sitzen, gilt es sowieso ausreichend Zeiten für Pausen einzuhalten. Bei entspannten Päuschen auf einer kleinen Decke, können sich die Zwerge etwas bewegen und ihren Rücken entlasten.
    Zudem kann man immer auch mit ein wenig Reiseübelkeit oder Nervosität rechnen. Hier empfiehlt es sich wirklich für wenige Minuten an einem kleinen Rastplatz zu halten und frische Luft zu schnappen. Meist verfliegt der Anflug von Übelkeit dann ganz schnell.

  2. Nehme ausreichend Verpflegung mit
    Nichts ist schlimmer als Hunger und Durst auf der Fahrt. Besonders in entlegenen bretonischen Landzügen findet sich so schnell keine Möglichkeit einzukehren. Zum Transport von Schnittchen, Snacks und Co. haben wir immer eine elektronische Kühltasche* dabei. Ideal auch zum Befüllen mit Kaltgetränken oder um frische Einkäufe zu transportieren.

  3. Sorge für ausreichend Spielideen
    Nichts kann langweiliger sein, als im Auto zu sitzen und keine Idee der Beschäftigung zu haben. Wenn dann auch noch ein Stau dazu kommt, ist die gute Laune oftmals schnell verschwunden. Es gibt ein paar nette kleine Spiele, mit der man sich die Zeit mit größeren Kids im Auto vertreiben kann. Dazu zählt das altbekannte Kennzeichen-Erraten. Bei unserer Tochter kommt es auch super an, wenn wir einen kleinen Wettkampf gestalten: „wer entdeckt die meisten Windmühlen“, „wer zählt die meisten Windräder“ oder „wer sieht das erste türkise Auto“.

  4. Kreative Beschäftigung
    Für alle kreativen Kids empfehle ich auch den Erwerb von Stickerheften*. Es gibt mittlerweile eine so schöne Auswahl. Besonders mögen wir die Hefte von „Wieso? Weshalb? Warum?“, die gibt es fast zu jedem Thema und kombinieren das Stickern mit Ausmalen und spannenden Infos. Kennt ihr von früher auch noch diese Anziehpuppen-Hefte, bei denen man die Kleidung bestehend aus durchsichtiger Folie ständig wechseln konnte (zumindest so lange die Folie noch klebte)? Hach ich werde noch ganz nostalgisch. Voraussetzung für all diese Hefte ist, dass deine Kinder beim Autofahren nach unten schauen können ohne dass ihnen übel wird.

  5. Hörspiele & Co. für die Autofahrt
    Wenn eure Zwerge, wie unsere Tochter zur Fraktion „Reiseübelkeit“ gehören, ist es sinnvoll etwas zum Zuhören zu besorgen. Das können die neusten Hörspiele sein, die ihr gemeinsam im Auto hört, oder auch die Toniebox*, die mit ihren Hörspielen auf den kleinen Figuren „gespeichert“ zusätzlich als Spielzeug dienen kann. Wenn eure Kids bereits etwas größer sin, lohnt sich auch ein MP2-Player mit Kopfhörern. Dieser kann ganz individuell mit Geschichten oder Musik bespielt werden.

  6. Bücher
    Klar, keine neue Erfindung. Aber eine gute Geschichte geht immer. Ich stöbere gerne in unserer schönen kleinen Buchhandlung im Ort oder auch mal online nach den Bestsellern im Bereich Kinderbücher*. Meine letzte Errungenschaft war der Bildband von Michael Endes Momo. Unsere Tochter war natürlich schon viel zu alt dafür, aber die kleineren Zuhörer werden sicherlich total gefesselt sein und sich darauf freuen, später einmal die gesamte Geschichte zu hören.

  7. Notfall-Tipp für die ganz Kleinen
    Natürlich musste es so kommen und wir steckten im Auto kurz vorm Anlegen der Fähre fest. Unsere Tochter war noch keine 2 Jahre alt und wollte einfach nicht mehr im Auto sitzen. Eine Wahl hatte sie und auch wir nicht. Die letzten 15 Minuten Autofahrt konnten wir gut überbrücken, in dem wir Kinderlieder aus der Krabbelgruppe sangen. Kennt ihr noch Songs wie „Leise leise, wie die Katzen schleichen“ oder „was müssen das für Bäume sein“? Nein, dann schaut noch einmal nach den Songtexten und übt die Melodien für den Notfall ein.

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