Paimpol, Île de Bréhat und Plougrescant

Die rosa Granitküste in der Bretagne hat uns so sehr in ihren Bann gezogen, dass wir bereits vier Mal in dieser Region Urlaub gemacht haben.
Um sich einen Überblick über die vielen Orte zu verschaffen, habe ich diese geographisch unterteilt. Diese Einteilung findet sich in keinem Atlas, hilft aber ungemein bei der Planung eines Urlaubs.

Paimpol und Île de Bréhat

Paimpol ist ein typisches kleines Fischerdorf. Früher florierte es aufgrund des Kabeljaufangs, heute überwiegen die Einnahmen aus dem Tourismus und der Austernzucht. Der Ortskern aus dem 15. und 16. Jahrhundert ist wunderschön anzusehen, der kleine Hafen – im Sommer mit einem nostalgischen Karussell – kann von einem der vielen Ausflugslokale rund um das Hafenbecken aus betrachtet werden.
Am Dienstag ist in Paimpol immer Wochenmarkt, dieser Tag bietet sich besonders für einen Besuch an.

Wenige Kilometer von Paimpol aus entfernt findet sich die Anlegestelle der Fähre zur Île de Bréhat. Diese autofreie Insel wird auch Blumeninsel genannt. Aufgrund des milden Klimas ist die Pflanzenwelt auf Bréhat besonders vielfältig. Die Insel ist sehr klein (3,5 km x 1,5 km) und kann auf angelegten Wanderwegen oder auch auf dem Rad erkundet werden. Das besondere an der Insel Bréhat sind die zig kleinen „Inselchen“, die um die Hauptinsel herum im Meer zu schweben scheinen.
Möchtest du dieses Archipel besuchen bietet es sich an außerhalb der Hauptreisemonate Juli und August anzureisen. Während der Hauptreisemonate gibt es zum Schutz der nur 400 Einheimischen und der Natur eine Besucherobergrenze. Zum Schutz der Natur bittet die Gemeinde zudem darum bei Wanderungen auf Nordic Walking-Stöcke mit Metallspitzen zu verzichten, keine Kieselsteine zu sammeln, keine Blumen zu pflücken und den Abfall wieder mit zum Festland mit zurück zu nehmen.

Am Pointe de L’Arcouest erfolgt die Abfahrt der Fähre (Arcouest-Hafen – Ploubazlanec) hier stehen ausreichend bezahlpflichtige Parkplätze zur Verfügung. Der Tagestarif liegt bei 5 Euro. Mit der Vedettes de Brehat kannst du für 11,60 Euro/Erwachsener bzw. 9,90 Euro/Kind auf die Insel schippern. In den Sommermonaten verkehrt die Fähre halbstündlich bis stündlich. Hier kannst du dich über die Abfahrtszeiten informieren.

Pleubian

Auf unserer weiteren Reise in Richtung Westen überqueren wir in die Schrägseilbrücke Saint-Christophe in Lézardrieux und reisen auf Halbinsel rund um die Ortschaften Pleubian, Lanmodez und Kerbors.

Diese Halbinsel ist touristisch durchaus weniger stark frequentiert, bietet aber ebenso eine schöne Landschaft und Badestellen.
Wir haben bereits zweimal hier übernachtet, einfach weil es weniger stark nachgefragt ist und man auch kurzfristig noch eine Unterkunft ergattern kann. Von hier bis zu den TOP-Destinationen in Trégastel und Perros-Guirec sind es etwa 30 Minuten Fahrtzeit, die man schon mal in Kauf nehmen kann. Zudem findet sich in Pleubian im Sommer der beste Gemüseverkauf, den wir bisher in der Bretagne entdecken konnten. Ich habe tatsächlich noch nirgendwo bessere Tomaten gegessen, als hier.

Pleubian ist der größte Ort auf der Halbinsel. In zwei kleineren Supermärkten kannst du deine täglichen Erledigungen machen. Im Ortskern kannst du dich zudem eindecken mit frischen Wurst- und Fleischwaren, frischem Fisch und mit Brot und richtig fantastischem Kuchen in der Boulangerie. Alle drei Geschäfte findest du direkt am Place du Château. Hier findet Samstags auch der Wochenmarkt statt, oftmals mit musikalischer Unterhaltung.
Zudem gibt es eine kleine und sehr schöne Buchhandlung, die auch ein feines Sortiment an Spielwaren und Bastelartikeln von Djeco im Angebot haben.
Folgst du der D20 in Richtung Meer, finden sich noch eine sehr kleine Epicerie und ein weiterer Bäcker, der meist ausverkauft war, wenn wir ihn betreten haben. Hier allerdings findest du die herrlichen Tomaten.

Sillon de Talbert

Ebenfalls zur Gemeinde Pleubian gehört der Sillon de Talbert, ein Naturschauspiel der besonderen Art. Der Sillon ist eine etwa 35 Meter schmale Landzunge die drei Kilometer ins Meer hineinragt. Bei Flut wird sie gänzlich überspült, bei Ebbe gibt sie einen Wanderweg frei, der eine ausgesprochen vielseitige Flora und Fauna offenbart. Du kannst hier zahlreiche Vorgelarten beobachten, oder aber Seekohl und Blaudisteln fotografieren. Dem Mythos nach, soll Merlin den Weg gezaubert haben, um zu seiner Fee Viviane zu kommen. Die Landzunge aus Kieseln und Steinen ist jedoch durch die beiden Flüsse Trieux und Jaudy entstanden, die auf den beiden Seiten der Halbinsel ins Meer münden.
Bitte beachte bei deinem Besuch die Tidezeiten. Der Sillon de Talbert ist nur für wenige Stunden bei Ebbe passierbar. Die Warnschilder weisen dich auf die Besuchszeiten hin. Des Öfteren schon durfte die Küstenwache anrücken und Menschen in Not eingekesselt vom Meer aus der misslichen Lage befreien.

Blaudisteln

Plougrescant – Le Gouffre

Die „petite Maison du Gouffre“ in Plougrescant ist wohl eines der meistfotografierten Häuser Frankreichs.

Mit der Ortschaft Plougrescant und der Site du Gouffre erreichen wir die nächste Halbinsel weiter westlich entlang der rosa Granitküste. Das kleine Haus, welches zwischen die Felsbrocken gebaut wurde ist eben eine echte Kuriosität. Natürlich hat das Ganze einen Sinn, denn nur so konnte das Haus vor der Urgewalt des Meeres geschützt werden. Aber eben gerade diese Besonderheit führt heute dazu, dass täglich hunderte von Touristen nach Plougrescant strömen. Mögt ihr etwas mehr Ruhe, empfehle ich euch außerhalb der Hauptsaison im Juli und August anzureisen.

Über dieses einmalige Fotomotiv hinaus hat Plougrescant aber auch ein ganz besonders einmaliges Naturschauspiel zu bieten.

Befindet ihr euch am Parkplatz unweit des „Häuschens aus Stein“ müsst ihr unbedingt den Rundweg, den Sentier des Douaniers – den alten Zöllnerpfad einschlagen. Auch wenn ihr euch diesen Weg mit vielen anderen Reisenden und Fotografen teilen müsst, lässt euch das Meer atemlos werden. Auf dem Spazierweg sichtet ihr eine kleine Schlucht in der sich die Wellen tosend brechen. Vorausgesetzt ihr kommt zur richtigen Zeit und Wetterlage. Eine Brise oder ein etwas stärkerer Wind sind natürlich von Vorteil und zudem die herannahende Flut. Achtet im Gezeitenkalender auf einen möglichst hohen Koeffizienten um ein besonders imposantes Schauspiel zu erleben.

Bei Ebbe gleicht die Landschaft einer kargen Wüste aus roséfarbenem Gestein, was durchaus auch sehenswert ist. Vielleicht verweilt ihr mit einem guten Picknick einfach etwas länger an diesem schönen Ort, sodass ihr Ebbe und Flut erleben könnt. Im Sommer ist eine kleine Touristeninformation geöffnet, bei der ihr euch mit Informationen eindecken könnt. Bitte beachtet, dass es dort keine Verpflegungsmöglichkeiten, nur Toiletten, gibt. Wenn ihr ein schönes Restaurant sucht, werdet ihr im Ort fündig, ebenso gibt es dort ein kleines Geschäft mit den nötigsten Lebensmitteln und Baguette.

Plougrescant

Strände in Plougrescant

In Plougrescant gibt es viele verschiedene Strände und Badebuchten. Ich habe für dich eine Auswahl der schönsten Abschnitte zusammen gestellt. Wenn möglich mit Sandstrand und frei von Kieselsteinen.

  • Plage de Pors Hir
    Der Strandabschnitt findet sich an der nordöstlichen Spitze der Halbinsel mit großem Parkplatz. Gut frequentiert, früher mit Foodtruck am Strand. Aktuell ist unklar, ob er noch unklar, ob er wieder öffnen wird. in der Nähe des Hafens.
    12 Pors Hir Hent Kericu, 22820 Plougrescant

  • Grève Ralevy
    Der Strand besteht aus Sand und kleinen Kieselsteinen. Der Strandabschnitt ist wenig bekannt, daher sehr ruhig und angenehm. Durch die Lage innerhalb einer Bucht mit mehreren kleinen Inseln landschaftlich sehr schön.
    Nahtloser Übergang zum nördlicheren Plage de Raluzet.
    Ralévy, 22820 Plougrescant

  • Plage de Gouermel
    Der Strand liegt am Eingang der Stadt Plougrescant und bietet einen mehrere hundert Meter großen Sandstrand und die Möglichkeit im Meer zu Schwimmen. Bei Ebbe zieht sich das Meer allerdings um mehrere hundert Meter zurück. Der Strand ist tagsüber hundefrei.
    Hent Ravely, 22820 Plougrescant

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